Kirmes – nicht jedes Schützenfest fällt darunter
Kirmes bezeichnet eine spezifische Art von Jahrmarkt mit historischen Wurzeln in der Region.
Was Kirmes bedeutet
Kirmes ist ein Jahrmarkt mit festem Termin, der meist an kirchliche oder historische Anlässe gebunden ist. In NRW liegen die Termine oft im Juni oder Juli. Die Ruhrnachrichten nennen für 2026 das Schützen- und Heimatfest in Dormagen vom 26. bis 30. Juni und die Rheinkirmes in Düsseldorf mit fast vier Millionen Besuchern pro Jahr.
Was fälschlich darunter verstanden wird
Viele halten jedes Fest mit Karussells und Buden für eine Kirmes. Tatsächlich handelt es sich bei manchen Schützenfesten nur um Vereinsveranstaltungen ohne den klassischen Jahrmarkt-Charakter. Die Abgrenzung liegt in der Größe und der öffentlichen Ausrichtung.
Woran man den Unterschied im Alltag merkt
Bei einer echten Kirmes stehen neben dem Schützenzelt auch große Fahrgeschäfte und Imbissstände mit überregionalen Anbietern. Ein reines Schützenfest beschränkt sich oft auf Vereinsgelände und hat keine Eintrittskarten für den ganzen Platz.
Beispiel
Die Rheinkirmes 2026 in Düsseldorf erfüllt die Kriterien: zentraler Platz, mehrere Tage, hohe Besucherzahl. Ein Langenfelder Schützenfest ohne zusätzliche Fahrgeschäfte dagegen nicht.
Gegenbeispiel
Ein Dorffest mit zwei Buden und einem Karussell am Wochenende wird manchmal als Kirmes beworben. Es fehlt die Infrastruktur und der historische Rahmen. Wer nur solche Veranstaltungen besucht, merkt schnell, dass die Preise niedriger und die Auswahl kleiner sind. Die Ruhrnachrichten-Liste zeigt, dass nur wenige Feste die volle Kirmes-Definition erreichen. Wer Termine prüft, sollte daher immer die Angaben zu Fahrgeschäften und Platzgröße lesen. In Langenfeld selbst gibt es derzeit keine eigene Kirmes, sodass Einwohner auf Nachbarorte angewiesen bleiben. Das lässt sich nicht seriös beziffern, wie viele reine Vereinsfeste fälschlich so genannt werden.
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